So, meine lieben Padawans, diesmal geht es um
Zeichenstifte. Von denen gibt es eine Unmenge und alle haben gewisse Eigenschaften die man kennen sollte wenn man bestimmte Effekte erzielen will. Hier eine kleine Einführung:
Rapido-/Isographen. Sind eigentlich nicht zum Bildchen malen gedacht sondern um Konstruktionszeichnungen zu erstellen. Dank der Metallspitze ist der Strich immer gleich stark, sozusagen genormt wie es die Industrie verlangt.
Die beliebten
Fineliner. Ähnlich wie
Rapidographen nur mit einer Kunststoffspitze. Mit denen kann man durch Druck eine leichte Variation in der Strichbreite erzielen. Allerdings nur indem sich der Stift mehr oder weniger tief in das Papier gräbt, oder indem sich im Laufe des Gebrauchs die (normalerweise runde) Spitze abschleift und eben spitzer wird.
Zeichenfedern. Die sind sehr flexibel, daher kann man von sehr fein bis Fett zeichnen. Allerdings kommt dann auch eine ordentliche Portion Tusche aufs Papier die ihre Zeit zum trocknen braucht. Gegen den Strich zu zeichnen ist auch nicht optimal, die Feder bleibt leicht hängen.
Kalligraphie Stifte. Der Strichansatz ist immer gleich breit, aber je nachdem wie man den Stift hält kann der Strich stark variiert werden - da brauchts aber viel Übung zu!
Füller. Wegen der harten Schreibfeder kann man den Strich nur wenig ändern. Im Grunde sind die Dinger wie
Fineliner für die sie eine gute Alternative sind, allein schon weil sie sich nicht abnutzen und dadurch viel länger halten.
Pinsel - der Klassiker! Von sehr Fein bis richtig Fett haben die Dinger die größte Bandbreite an Strichstärken. Die gibts mit
Nylon- oder
Echthaarspitzen. Kunststoffpinsel nehmen weniger Tusche auf, sind aber stabiler dh die Pinselspitze bleibt gerade, bei Echthaarpinseln bleibt die Spitze krumm wenn sie feucht ist.
Brush-Pens. Sehr beliebt weil sie Anfangs fast wie echte Pinsel zeichnen + recht günstig sind. Aaaaber die Spitze ist ziemlich schnell abgenudelt...
Die Teile gibt es mit einer Art
Schaumstoff-Spitze oder gepressten
Fasern (wie Filzstifte). Und gerade weil sie so weich und flexibel sind rubbeln sie sich schnell ab - eine feine Linie ist dann praktisch nicht mehr möglich. Die Stifte mit Fasern fransen noch dazu aus - Hairlines? = Pustekuchen! Man kann sich dann kurzfristig mit einer
Rasierklinge behelfen, mit etwas Feinmotorik bekommt man die Stifte wieder spitz - so lange wie was zum abschneiden da ist, danach taugen sie nur noch zum Flächen ausmalen.