Druckfrisch zum Münchner Comicfest erschienen und nun käuflich zu erwerben: MacTrap #2 vom Turbozeichner Stephan Hagenow, das Cover ist wieder von meiner Wenigkeit.
Action, Geballer und kruder Humor, also alles was gepflegte Unterhaltung ausmacht. Beim Herausgeber Gringo Comics gibts ne kurze Inhaltsangabe.
Ihr könnt es uA bei amazon bestellen.
Na, da kommen doch Kindheitserinnerungen auf, es sei denn man ist in einer TV-feindlichen Sekte aufgewachsen oder noch Minderjährig. Captain Future wurde 1978-79 in Japan produziert und war hierzulande erstmals Anfang der 80er zu sehen, leider extrem geschnitten um auf Heidi-Niveau zu kommen. In DLand war man der Meinung (und ist es oft immer noch), daß Trickfilme für Kleinkinder sind, und hat alles rausgekürzt was die verstören könnte, die Japaner wußten es besser und konzeptierten Captain Future für Jugendliche und Erwachsene. Das merkt man auch am Inhalt der Storys die durchaus ernsthafte Untertöne haben (trotz der Japantypischen Albernheiten) und in denen Leute sterben bw getötet werden.
Im Original hat Edmond Hamilton Captain Future ca 1940-44 in Pulp-Magazinen veröffentlicht. Von den 17 Romanen erschienen 15 bei Bastei (Hab ich natürlich), schöne altmodische Space-Operas mit hehren Helden, bösen Schurken, verrückten Wissenschaftlern und geheimnisvollen Mysterien. Für die TV-Serie wurde allerdings etliches verändert, insbesondere Grag und Otho (Roboter und Androide) erkennt man da kaum wieder.
Sicher, heutzutage wirkt die Grafik eher suboptimal, aber Hallo, das war vor 30 Jahren! Damals ging noch nichts auf Computern, Captain Future ist noch Handarbeit. Und was in einer Episode vom Captain an Handlung ist, dafür brauchen moderne Animes eine halbe Staffel. Captain Future gabs mal in zwei DVD-Boxen, die werden inzwischen für rund 150€(pro Stück!)angeboten, Zeit für eine günstige Neuauflage. Ansonsten die fremdsprachigen Versionen, die haben wenigstens den Vorteil ungekürzt zu sein.
Gerade bei Edition 52 erschienen und im Handel erhältlich ist das Hommagealbum für Hansrudi Wäscher.
Vor allem die nicht mehr ganz so taufrischen Nerds kennen/lieben/schätzen seine Arbeiten um Nick, Sigurd, Akim etc die wohl eine ganze Comicgeneration geprägt haben. Letztes Jahr wurde der gute Mann 80 und ist fitter als ich es in dem Alter sein werde (wenn ich es überhaupt erreiche, was bei meinen Genen eher fraglich ist), und bekam den M+M-Preis für sein Lebenswerk. Was längst überfällig war, wenn man mich fragt, es gibt wohl keinen in DLand der mehr für die Comics hierzulande geleistet hat als Wäscher, was viel zu lange ignoriert wurde.
Wieauchimmer, Anlässlich seines Jubiläums und dem Comicfestival 2009, München wo er noch einen Preis bekommt, ist das titelgebende Album herausgekommen. Gut vierzig, mehr oder weniger, Aktive der Comicszene haben darin den Altmeister mit Beiträgen gewürdigt, mit Bildern, Cartoons und Comics. Eine rundum schöne und vielfältige Sache zu der ich, nebenbei erwähnt, auch ein Bild beigesteuert habe.
Achja, schaut auf dem Festival im München vom 11-14 Juni vorbei wenn ihr könnt, aus pekuniären Gründen muß ich leider darauf verzichten, aber es lohnt sich sicher.
Diese krätzige Internetpest kennt ja wohl jeder. Ständig bekommt man diesen Mist in die Mailbox in der einem Viagra und Schwanzverlängerungen angeboten werden, irgendwelche afrikanischen Botschafter wollen einem ein paar Millionen Dollar überweisen, man hat in einer Lotterie (von der man noch nie zuvor gehört hat) gewonnen, irgendwelche Nutten die man nicht kennt und kennen will schicken einem irgendwas etc pp..., oft genug mit einem "Re:..." Zusatz. Klar, Mails von unbekannten Absendern (besonders mit Zahlenkombinationen am Namen) löscht man umgehend+ungesehen, Anhänge öffnet man schon gleich garnicht, das sollte mittlerweile jeder wissen - aber Neugier ist der Katze Tod!
Nun bekomme ich seit einiger Zeit Spams mit meiner Adresse als Absender, Schweinkramangebote in Englisch. Mein erster Gedanke war, ein Trojaner verschickt die von meinem Rechner aus, aber diverse Suchprogramme haben nix gefunden, der Kasten ist sauber. Dann hab ich beim AOL-Support nachgefragt wie es sein kann das irgendwelche Saftsäcke meine Mailadresse benutzen können. Die Antwort war, kurz gefasst, ein lakonisches: Das geht eigentlich ganz einfach weils nicht nachgeprüft wird und kann man nicht verhindern, damit muß ich leben. Dagegen wäre es nahezu unmöglich rauszubekommen wer meine Adresse mißbraucht, Pech gehabt - Schönengrußblabla... da kommt man sich vor wie bei nem neuen Microsoft-Betriebssystem.
Das wär jetzt nicht sooo ärgerlich wenn es nur meine Privatadresse wäre, aber ich benutze die ja auch geschäftlich. Bisher hab ich noch nicht mitbekommen das Kunden oder Freunde solche Spams (angeblich) von mir bekommen haben (das wird man mir doch wohl hoffentlich sagen?), kann freilich auch sein, daß meine Mails seitdem von Spamfiltern abgefangen werden - ich weiß es nicht.
Vermutlich am besten wenn ich mir ne neue Adresse zulege...